Reiz- und Schonfaktoren
Alle Heilklimatischen Kurorte sind von der Natur verwöhnt. Bei ihrer Einteilung in bioklimatische
Zonen unterscheidet man zwischen Reizstufen und Schonstufen.
Bei akuten gesundheitlichen Problemen empfiehlt sich eher ein schonenderes mildes Klima. Reizklima eignet sich dagegen bestens zur Vorbeugung und Abhärtung.
Mittelgebirgsklima
Schonklima – Höhenreiz und Strahlungsfaktoren sind im Mittelgebirgsklima gegenüber dem
Hochgebirgsklima deutlich abgeschwächt.
Therapeutisch von Bedeutung sind vor allem die
Schonfaktoren des Waldklimas. Zu diesen zählen in der Hauptsache die hohe Luftreinheit und
die geringe Wärmebelastung.
Das Mittelgebirgsklima eignet sich bestens für Klimatherapien.
Sämtliche Krankheitsbilder können behandelt werden.
Wegen der niedrigen Reizintensität
eignet sich das Mittelgebirgsklima auch für Personen mit verminderter Belastbarkeit und zur
Rekonvaleszenz.
Hochgebirgsklima
Sonne pur und klare Luft - Bei den Strahlungsverhältnissen wird die bioklimatische
Bevorzugung des Hochgebirges besonders deutlich. Von Herbst bis Frühjahr liegt die Zahl der
Sonnenscheinstunden um das Dreifache über denen des Tieflandes.
Intensive
Sonnenstrahlung in Kombination mit leichten Kältereizen wirkt stimulierend und fördert
Abwehrkräfte und stärkt den Organismus.
Als Schonfaktoren gelten im Hochgebirge die fehlende
Wärmebelastung und die Reinheit, insbesondere die Allergenarmut der Luft.
Das
Hochgebirgsklima bietet Patienten, die an Allergien leiden oder sensibel auf Pollen und
Hausstaubmilben reagieren, ideale Bedingungen.
Tieflandklima
Im Flachland bis 400m wird normalerweise keine Klimatherpie durchgeführt. Die Wärmebelastung
und die Luftverunreinigung ist zu hoch. Deshalb liegen beinahe alle Heilklimatischen Kurorte in
Höhenlagen von über 400 m.
Seeklima
Es ist gekennzeichnet von milden Wintern und kühlen Sommern. Charakteristisch für das
Bioklima der Inseln und Küsten, im Gegensatz zum Binnenland sind verringerte Tages- und
Jahresschwankungen von Lufttemperatur und Luftfeuchte, erhöhte Windstärken, gute
Strahlungsverhältnisse, ein weiter Horizont und Luftreinheit.
Günstig wirkt die Reinheit und
der leicht erhöhte Wasserdampfgehalt der Luft sowie die fehlende Wärmebelastung. Als belastend
gelten die häufig hohen Windgeschwindigkeiten.
Der menschliche Organismus wird durch die
erhöhten Abkühlungsreize und die verstärkte Sonnenstrahlung angeregt. Einen besonderen
Wirkungsfaktor stellt das Seesalzaerosol in der Brandungszone dar.




